Dienstag, 15. Oktober 2013

Kulturrat / variables Kulturmanifest

Ergebnis der Diskussionen um das Selbstverständnis des außerparlamentarischen Kulturrats Augsburg




Buchvorstellung ARCHITEKTUR MUSIK Boa Baumann Fritz Hauser

Architekturgalerie München

http://www.architekturgalerie-muenchen.de/programm/archiv/detail/?tx_ttnews[tt_news]=275&cHash=a507bf30d3e069edfd465c95e9a8b4bf

http://www.detail.de/architektur/termine/architektur-musik-020225.html

DER ARCHITEKT und die Musik

Mein Textbeitrag zum Ausstellungskatalog "DER ARCHITEKT  |  Geschichte und Gegenwart eines Berufsstandes", herausgegeben durch Prof. Dr. Winfried Nerdinger für die gleichnamige Ausstellung, kuratiert ebenfalls durch Prof. Dr. Winfried Nerdinger vom 27.9.2012 - 3.2.2013 im Architekturmuseum der TU München in der Pinakothek der Moderne


zentrale Figur zwischen Architektur und Musik im 20. Jahrhundert ist Iannis Xenakis, Architekt und Komponist. Sein und Le Corbusiers Philips Pavillon auf der Weltausstellung 1958 in Brüssel (Atomium!) ist in Verbindung mit seiner Komposition Metastaseis und dem poème électronique von Edgar Varèse ist zum Sinnbild der Verbindung der beiden Disziplinen geworden.




Teilt man die Oktaven in 52 Teile, ordnet diese kreis- (bzw. spiral)förmig an, so dass eine Wendelung eine Oktave darstellt, kann man ebenfalls die Quinten eintragen. Ausgehend vom c3 wird man aufsteigend aber nicht beim c10 sondern beim his10 landen, nach unten auch nicht beim C4 sondern beim Deses4. Also immer um eine kleine Differenz daneben. Das ist das pythagoreische Komma. Die Graphik zeigt auch die Lage des Goldenen Schnittes (oranger Zeiger auf ca. halb acht) und vor allem seine Unvereinbarkeit mit musikalischen Proportionen. Beide Feststellungen, das pythagoreische Komma und die Goldene-Schnitt-Position sind Beweise dafür, dass Musik nicht zwangsläufig klingendes Ergebnis naturgeometrischer Fakten ist. Musik, Hören, Mathematik, Proportionen. Es ist nicht alles so exakt aufeinander abgestimmt, wie es Harmoniker gerne hätten!

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Contemplatio rumoris – umgeben von

"Contemplatio rumoris – umgeben von"

Musikalische Improvisation zu St. Sebastian, der Enklave der Ruhe neben der Maschinenfabrik MAN

Sebastian Giussani (Elektronik)
Moritz Hopmann (Orgel)
Christian Z. Müller (Maschinenklänge*)

Lange Nacht der Kirchen und Klöster - Sankt Sebastian Augsburg

St. Sebastian ist eine Oase der Ruhe, umgeben von Lärm der MAN Diesel Turbo und der Sebastianstraße. Dieser krasse Kontrast war Ausgangsidee der freien Improvisation.



 Christian Z. Müller

 Die eigens für contemplatio gebaute Windmaschine, hier noch ohne Textilbezug

 Moritz Hopmann und Sebastian Giussani

 * "Maschinen" waren per Piezo- und Telefonabnehmer verstärkte Kleinstgeräte, aber auch Theremin, handbetriebene Sirenen und Windmaschinen. Dazu Schrottpercussion.

Kirchenschiff Sankt Sebastian

Sonntag, 25. Dezember 2011

Kulturgesellschaft

Die Lokale Agenda für Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit des Handelns in Ökologie, Ökonomie und Sozialwesen hat zur Verwandlung der Marktwirtschaft in eine ökosoziale Marktwirtschaft gute Dienste geleistet. Trotzdem haben wir heute weltweit zusammengenommen nicht weniger als 5 große Krisen:
  1. die inzwischen wieder verdrängte Klimakrise, die alle anderen in den Schatten stellen könnte,
  2. eine Versorgungskrise, v.a. in Afrika in Form von Dauer-Hungerkatastrophen, in vielen Ländern als Versorgungsengpass in Bezug auf Wasser und in Europa als Energiekrise,
  3. die Finanz- und Kapitalismuskrise, die Teile der Bevölkerung in Form von "Occupy"-Bewegungen auf die Straße treibt, weil sie merken, dass allein Kapitalismus, Börse und Geld die Politik bestimmt. Der Neoliberalismus bzw. Turbokapitalismus hat seit etwa 2001 alle sozialen und ökologischen Erfolge in Summe vernichtet,
  4. nicht zuletzt daraus resultierend eine Demokratiekrise: Wählen ändert derzeit nichts daran, dass Politik nicht mehr von nationalen Parlamenten gemacht, sondern von global agierenden Konzernen und Finanzakteuren definiert wird. Wählen ändert aber erst dann wieder etwas, wenn die Gesellschaft erkennt, dass Nationalismus und Anarchie keine Lösungen sind bzw. noch nie waren. Die Hoffnungen liegen hier bei den Grünen, da sie die einzige Partei sind, die eine ökosoziale Politik nicht mit Anbiederung an Russland (wie die Linke) oder mit Waffenverkäufen (wie die SPD) kombinieren,
  5. Damit zusammen hängt die Kulturkrise. Die grassierende "Bequemlichkeits-verblödung" und der Konsum- und Schönheitswahn schafft eine unkritische und gleichzeitig beratungsresistente Bevölkerung. Wer eine Schulbildung erfahren hat, die vor allem auf Mathematik, Naturwissenschaften und zu viel Fremdsprachen basiert, aber nichts von dem weiten Spektrum der Kunst (+Musik) vermittelt bekommt, dem Fach, das Menschen zur Kreativität, zum Generieren eigener Standpunkte befähigt, ebenso wie zwar Religion in aller Breite, Philosophie aber nur am Rande vermittelt wird. Will man sich keine kritischen Denker heranziehen?
Stephane Hessel, Hans-Peter Dürr, Claus Leggewie, Harald Welzer, Adrienne Goehler, Heribert Prantl, Tim Jackson, Jaron Lanier, Paul Mason, Niko Paech, Silke Helfrich, David Graeber, Harmut Rosa, Thomas Piketty und immer noch mehr Denker analysieren mit unterschiedlichen Standpunkten die globale Situation.
Sie kommen letztlich alle zu den ähnlichen Schlüssen, wie etwa dem Postwachstum und dass es ein Engagement des Einzelnen braucht. Ein Betätigungsfeld ist die Lokale Agenda. Aber nicht in der derzeitigen Form. Die aufgezählten Krisen sind mit ökonomischen, ökologischen und sozialtechnischen Methoden nicht zu meistern. Es fehlt eklatant der KULTURELLE Sektor: Die Kunst, die Philosophie, die Geschichte, die Politik. Mit dem sozialen Handlungsbereich ist das längst nicht abgedeckt.
In Augsburg wurde daher die KULTUR zur vierten Dimension erkoren! Ein Riesenerfolg!


Notwendig ist aber global eine Postwachstumsgesellschaft, die Fortschritt zulässt/fördert, aber Wachstum nur dort fördert wo es nötig ist, und woanders bremst oder sogar Degrowth fördert, also Gesundschrumpfung.



Die neue Form der vier gleichberechtigten Bereiche Kultur, Ökologie, Soziales und Wirtschaft ist das TETRAEDER. Siehe Graphiken:












Donnerstag, 15. Dezember 2011

ЩĐÞŊΔΨΞЖЮӨ

Zeichen - Symbole - Signale - Buchstaben - Wappen - Flaggen - Wimpel - Signaturen - Schriften - Legenden - Noten - Logos - Codes - Formeln - ...



























Diesel 2008

Mit der Ausstellung "150 Jahre Rudolf Diesel" und vielen Veranstaltungen feierte im Jahr 2008 die Stadt Augsburg, MAN Diesel & Turbo (vormals MAN Diesel SE) sowie die ganze Welt den 150. Geburtstag des Erfinders des Dieselmotors.


TEAM-A-3 Architektur + Projektmanagement konzipierte und organisierte im Auftrag von TEAM-FM eine Wanderausstellung, die im MAN-Museum Augsburg, um Verkehrszentrum des Deutschen Museums München sowie im DieselHouse Kopenhagen gezeigt wurde.